Lipödem – ChronischKrank kämpft um Kassenleistung

Unsere SHG Lipödem – Wir kämpfen um gerechte Kassenleistungen für die Betroffenen in Österreich

Am 16.07.2015 auf ORF 2 zeigten wir im Magazin heute konkret unsere Selbsthilfegruppe Lipödem und gingen auf die Problematik mit der Kostenübernahme der Krankenkassen bei dringend notwendigen Operationen ein.

Obwohl Yasmin Azam eine gültige OP-Bewilligung der WGKK hatte verweigerte ihr das Wilhelminin-Spital in Wien die Operation, sie sei zu dick und müsse vorher abnehmen. Trotz complianter Therapie in der Adipositas-Ambulanz und zahlreichen Diäten war dies für Yasmin aber nicht möglich.

Unser Lipödem SpezialistInnen und Beiräte Dr. Sandhofer und Frau Dr. Menzinger konnten dies auch im Beitrag gut erklären warum das so ist!

Der Arzt der WGKK ist trotz dieser profunden Fachmeinungen nicht von seiner Theorie – vorher abnehmen, dann OP – nicht abgewichen. Yasmin benötigte einen Kredit und musste sich privat operieren lassen. Unser Verein konnte schlussendlich mit Unterstützung der ORF-heute konkret Redaktion doch noch etwas bei der Kostenerstattung erwirken.

Wir kämpfen weiter und begleiten unsere Selbsthilfegruppe Lipödem und deren 114 Mitglieder ( 7/2015) bei dieser Problematik!  
Unser Obmann Mag. Jürgen E. Holzinger und Yasmin Azam gaben dazu ein Interview.

(Danke an die Moderation Martina Rupp und die Redakteurin Sonja Hochecker)

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Geschrieben am: 20. Juli 2015
Author: Mag. Jürgen E. Holzinger
Schlagwörter:
Kategorien: Allgemeine Themen, TV-Beiträge mit ChronischKrank®

6 Kommentare zu “Lipödem – ChronischKrank kämpft um Kassenleistung

  • Charlotte Sajovic sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    Ich leide schon seit ca 40 Jahren an Lipödem , bekomme keine Lympftrenagen weil ich keinen Krebs habe. 🙁
    Das einzige das mir immer wieder gesagt worden ist nehmen sie ab dann haben sie keine Probleme mit den Beinen oder ich soll Stützstrümpfe tragen. Die Strümpfe schneiden mich derartig am Rist ein wenn ich sie länger als zwei Stunden Trage. Erkannt wurde das vor ungefähr 10-15 Jahren von Prof. Steiner im Wilheminen Spital. Jetzt ist es bei mir so weit wenn ich lange Sitze bekomme ich beim Aufstehen schmerzen in den Beinen das dauert dann einige zeit bis ich wieder normal gehen kann. Bin jetzt bei der bVa versichert aber durch meine schlechte Erfahrung mit der WGGK hab ich mich noch nicht weiter erkundigt ob die die Lympfdrenage zahlen.
    Ich kann die Dame in den Video verstehen und ihr Problem so richtig nachvolziehen. Ich hoffe für dieses Problem wird einmal den Krankenkassen die Augen geöffnet und es wird als Krankheit anerkannt so wie Herzinfakt Schlaganfall und so weiter.
    Liebe Grüße Charlotte Sajovic

  • Alexandra Zoglauer sagt:

    Liebe Charlotte,
    schön dass Sie uns gefunden haben. Sie sind nicht alleine. Endlich gibt es die SHG Lipödem durch den Verein Chronisch Krank. Unser Obmann, Herr Holzinger ist sehr bemüht für uns jede erdenkliche Hilfe zu bekommen. Es ist schon einiges in Bewegung gekommen. Ich kann mich sehr gut in Sie hineinfühlen da ich die selben Probleme habe, habe aber das Glück Lympfdrainagen von der GKK zu bekommen. Im Facebook sind wir unter „Lipödem Österreich“ eine eigene interne Gruppe, wo reger Austausch zwischen uns Lipödem-Damen stattfindet. Sie schreiben das Sie sich nicht mehr erkundigt haben wegen Ihrer schlechten Erfahrungen, ich kann es verstehen. Um unsere Forderungen bei den Krankenkassen durchzubringen brauchen wir sehr viele betroffene Frauen die sich melden, je mehr desto besser. Ich nehme an Sie sind in Wien zu Hause, da haben wir auch sehr liebe Ansprechpartnerinnen und es gibt im September ein Treffen.
    Wenn Sie Fragen haben wegen dem richtigen Strumpf, bekomme ich doch Lympfdrainagen, kann ich auf Reha fahren ….usw. dann melden Sie sich bitte bei uns im Büro in Enns für weitere Informationen.
    Selbstverständlich stehe auch ich Ihnen für weitere Fragen zur Verfügung.
    Ich wünsche Ihnen alles Gute.
    MfG
    Alexandra Zoglauer

  • Ulrike Stari sagt:

    Bei mir ist das Problem jetzt erst im Zuge des Wechsels aufgetreten und noch nicht so arg, da ich es aber nicht ärger werden lassen möchte, werde ich mich wohl dazu entschliessen die Operation vorzunehmen. Ich habe mir sagen lassen, dass die Lymphdrainagen und Strümpfe zwar etwas helfen aber die Erleichterung nicht von Dauer ist und diese Kosten auf jede Menge Jahre hochgerechnet sind auch nicht gering. Ich bin der GKK deswegen gar nicht vorstellig geworden für die ware ich mit Sicherheit ein viel zu leichter Fall – da muß ich wahrscheinlich erst bewegungsunfähig sein oder so ähnliches.

    Liebe Grüsse
    Ulrike

    • Liebe Frau Stari, in den Richtlinien für Lipödem steht eindeutig, dass man zuerst alle konservativen Behandlungsmöglichkeiten versuchen soll bevor man sich für eine OP entscheidet. Wir sind der festen Meinung, dass die Krankenkassen daher auch die Kosten dafür übernehmen müssen. Wenn Sie sich im Detail darüber beraten lassen möchten empfehle ich Ihnen einen kostenlosen Termin mit uns in Wien, Linz oder Enns bzw. auch telefonisch zu vereinbaren. LG J.H.

  • Sayeh ATAI sagt:

    sehr geehrte Damen und Herren!
    ich habe mich – auf eigene Kosten – operieren lassen, und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden, habe auch eine Bewilligung von der WGKK. Ein sehr geringer Betrag wird mir Rückerstattet, im Bericht vom ORF hat die Patientin nach Rückfrage vom ORF doch noch etwas mehr bekommen, können Sie mir sagen, was ich machen muss, damit ich auch den höheren Betrag bekomme?

    Vielen Danke und beste Grüße
    Sayeh ATAI

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