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Skoliose und Deformationen der Wirbelsäule

Im Moment entsteht eine Selbsthilfegruppe zu den Themen

Skoliose und Deformationen der Wirbelsäule.

skoliose@chronischkrank.at 

07223 / 82 667 

MO, DI, DO 9 – 17:00 Uhr

 

Das System „Wirbelsäule“ hat einen dynamischen Aufbau, um auf Bewegung und Erschütterung flexibel zu reagieren (Stoßdämpfer). Bereits geringe Abweichungen der normalen Statik können schwerwiegende Folgen nach sich ziehen und Beschwerden auslösen. 

Das Wort „Skoliose“ stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet „krumm“. Gemeint sind eine seitliche Verbiegung der Wirbelsäule und eine Rotation der einzelnen Wirbelkörper mit Ausbildung des kosmetisch störenden und psychisch belastenden Rippenbuckels und Lendenwulstes. Viele Ursachen für diese Erkrankung sind noch unerforscht. 20% der Wirbelfehlstellungen entstehen aufgrund neurologischer Grunderkrankungen. Skoliosen treten bei ca. 0,1-2% der Bevölkerung auf. Behandlungsbedürftig sind weniger als 0,25%, und bei nur einer von 100 betroffenen Personen ist eine Operation notwendig.

Skoliosen können an mehreren Stellen der Wirbelsäule auftreten, z.B. an der Lendenwirbelsäule oder am Brustkorb.

Man unterscheidet zwischen primäre und sekundäre Skoliosen. Primäre Skoliosen werden idiopathische Skoliose genannt und können im Kleinkind,- Kindes,- oder Teenageralter auftreten. Hier unterscheidet man zwischen infantile, juvenile und adoleszente  Skoliosen. Genetische Faktoren spielen mitunter eine Rolle.

Sekundäre Skoliosen sind Erkrankungen der Muskulatur oder des Nervensystems.

Eine Skoliose bereitet abhängig von der Lokalisation und Ausprägung unterschiedliche Beschwerden wie z.B. Rückenschmerzen und Verspannungen. Durch die Fehlhaltung können sich langfristig schmerzhafte, degenerative Veränderungen der Wirbelsäule entwickeln. Die häufig aufgetretenen Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule beeinträchtigen auch die allgemeine Leistungsfähigkeit.

Außerdem können Störungen der inneren Thoraxorgane, vor allem des Herzens und der Lunge auftreten. Durch die Minderbelüftung der Lunge kommt es zu einer Reduktion der Atemkapazität sowie einer Rechtsherzüberlastung. Die Folgen davon sind eine deutlich eingeschränkte körperliche Leistungsfähigkeit und eine Einschränkung der Lebensqualität.

Zur Diagnosestellung beginnt der Arzt mit einem ausführlichen Gespräch (Anamnese). Anhand des Vorbeugetests (Adams-Test) erkennt und beurteilt der Arzt die Wirbelsäulenkrümmung.

Zur Absicherung der Diagnose wird in der Regel eine Röntgenaufnahme der Wirbelsäule vorgenommen. Dabei werden Oberkörper sowie Becken stehend von vorne sowie seitlich aufgenommen. Anhand dieser Aufnahmen wird der Verkrümmungswinkel (Winkelmessung nach Cobb) festgestellt. In seltenen Fällen, und zum Ausschluss anderer Krankheiten, kann eine MR-Untersuchung erforderlich sein.

Es gibt keine vorbeugenden Maßnahmen. Von zentraler Bedeutung sind das rechtzeitige Erkennen einer Wirbelsäulendeformation sowie ein früher Therapiebeginn. Wenn noch während des Wachstums gegengesteuert wird, ist es möglich eine Skoliose zu stoppen, bzw. die Ausprägung zu minimieren.

Eltern wird geraten, die Körperhaltung ihres Kindes regelmäßig zu beobachten und bei Auffälligkeiten einen Arzt aufzusuchen.

Eine Skoliose bereitet abhängig von der Lokalisation und Ausprägung unterschiedliche Beschwerden wie z.B. Rückenschmerz und Verspannungen. Durch die Fehlhaltung können sich langfristig schmerzhafte, degenerative Veränderungen der Wirbelsäule entwickeln, bis hin zu Organ(-system)schädigung.

Skoliose und ihre Beschwerden bringen einen hohen Leidensdruck mit sich, welcher sich massiv und nachhaltig im Alltag auswirken. Die Lebensqualität ist durch starke Belastungen, Schlafmangel und Bewegungsschmerzen geprägt.

Ärger und Frustration stauen sich auf, Zukunftsängste nehmen Überhand, Stimmungsschwankungen sowie Gereiztheit belasten die Beziehung zu Familie und Freunden. Menschen ziehen sich zurück, nehmen kaum noch an Aktivitäten von Familie und Freunden teil und geben ihre Hobbys auf. Ihr Befinden, das Denken sowie ihr ganzes Leben drehen sich nur noch um den Schmerz und die Krankheit.

Quellen:

(Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs, 2018; Physioaustria, 2018; Landeskrankenhaus Feldkirch, 2018; Leading-medicine-guide.at, 2018; Moore, 2013)

Noch ausführlichere Informationen über Skoliose und die Selbsthilfegruppe, sowie die persönliche Krankheitsgeschichte unserer SHG-Leiterin können Sie hier nachlesen.

 

Die neu ins Leben gerufene Selbsthilfegruppe befindet sich gerade noch im Aufbau. Wenn Sie von der Krankheit Skoliose betroffen sind, oder sich dafür interessieren, freut sich Daniela Hohenwarter über eine Kontaktaufnahme per Mail. Sie wird die Selbsthilfegruppe betreuen. 

Daniela Hohenwarter leidet selbst an Skoliose und hat sehr viel Erfahrung, Expertise und Wissen über diese Krankheit gesammelt. Es ist ihr ein Bedürfnis, anderen Betroffenen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Es tut gut, mit anderen Menschen zu sprechen, denen es ähnlich geht. Erfahrungen austauschen, Infos teilen und einander Kraft geben. Einfach wieder auf die Beine kommen – dafür ist eine Selbsthilfegruppe da.

 

 

 Kontakt: skoliose@chronischkrank.at

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Sie finden die Selbsthilfegruppe auch auf Facebook. Klicken Sie dazu einfach hier:  


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mit freundlicher Unterstützung von:

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