Berufsunfähigkeit – Reha- Ausbildungsgeld – Invaliditätspension 2014 bis jetzt

 

 

Die Ziele der BU- und Invaliditätspensionsreform 2014 waren weniger Berufsunfähigkeits- und Invaliditätspensionisten, eine Milliarde Euro mehr an Steuereinnahmen, späterer Pensionsantritt sowie rasche Wiedereingliederung ins Erwerbsleben.

Das Ergebnis der Reform in der Praxis auf die Betroffenen im staatlichen BU-System zeigt sich oft als zusätzliche schwerwiegende Belastung und nicht als Rehabilitation und Wiedereinstieg. Die Zahl der abgelehnten Anträge auf Reha ist seit 2014 massiv im Steigen, 2016 werden fast schon 65 % der Anträge abgelehnt.

Die Rehabilitationsdauer und die Umschulungen zur Wiedereingliederung ins Erwerbsleben dauern oft mehrere Jahre und müssen wiederholt werden, 2015 haben diese Maßnahmen bei rund der Hälfte der in Reha befindlichen Personen versagt. Fakt ist, dass Betroffene durch die massiven Sanktionsdrohungen mit der Mitwirkungspflicht, den oft unqualifizierten Begutachtungen der PVA und den falschen Rehamaßnahmen extrem unter Druck stehen und leiden.

Das Ziel wäre eigentlich, kranke Menschen rasch wieder ins Arbeitsleben einzugliedern und vor allem gesund zu machen. Im Moment sieht die Situation aber eher gegenteilig aus, derzeit quält man die Betroffenen und gefährdet deren Existenz. 18.546 Menschen bezogen im Jahr 2015 Rehageld, 3155 wurde das Rehabgeld wegen „Nichtmitwirkung“ entzogen. Wobei schon eine Nichteinnahme oder Infragestellung einer Medikation oder Therapie eine Verletzung der Mitwirkungspflicht bedeuten kann. Oft entscheiden nicht qualifizierte Begutachter über einen Therapieplan, der aufgezwungen wird.

Wird ein Antrag auf Rehabilitation oder Umschulung aufgrund Krankheit abgelehnt, werden die Betroffenen an das AMS zurückverwiesen. Dort müssen sie sich „arbeitswillig“ erklären, ansonsten erhalten sie keine Geldleistungen vom AMS.

Aus der Praxis – Erster von fünf Teilen – Die Wiederbegutachtung 

Ich bin Tom, 45 Jahre alt, Familienvater und Bezieher der Berufsunfähigkeitspension, da ich unter Depressionen leide.
Am 14. 10. war es wieder so weit: Ich war von der PVA zu einer neurologisch-psychiatrischen Begutachtung bei einem Dr. W. in Linz geladen.
Wie immer hat diese Ladung einen neuen Schub verursacht. Die Ungewissheit, das Gefühl, einem wildfremden Menschen völlig ausgeliefert zu sein, Panik vor der Großstadt – da kommt Vieles zusammen.
Ich habe es geschafft, rechtzeitig beim Gutachter zu sein. Was ich dort erlebt habe, möchte ich hier in insgesamt fünf Berichten schildern:

Nachdem ich, wie immer überpünktlich, angekommen war, fand ich das Wartezimmer so überfüllt vor, dass ich keinen Sitzplatz finden konnte. Dr. W. empfand ich als unfreundlich und eiskalt. Auf seinem Schreibtisch lagen Riesenstapel an PVA-Dokumenten.
Nun, der Gutachter saß vor seinen Stapeln, das Gesicht hinter seinem Diktiergerät, blätterte in meinen Akten und riss dabei einfach Sätze aus dem Zusammenhang. Was er gelesen hat, hat er dann völlig verdreht in sein Diktiergerät gesprochen.
Dr. W. hat über die vorhandenen Gutachten nur abfällig gesprochen.
An mich richtete er nur ganz kurze Fragen, die er dann ohnehin mehr oder weniger selbst beantwortete.
Ich war so perplex, so eingeschüchtert und sprachlos, dass ich einfach nicht fähig war, in das merkwürdige Geschehen einzugreifen.
Ich habe sogar vergessen, das Formular für die Fahrtkosten ausfüllen zu lassen, obwohl meine Finanzlage so etwas einfach nicht zulässt…
Der ganze Spuk dauerte circa 10 Minuten, dann wurde ich hinauskomplimentiert.
War das jetzt einer der berühmten Gutachter mit Genieblick? Oder einer der Wunderheiler, deren Praxis man nach 10 Minuten gesund verlässt?
Nein, also gesund hab‘ ich mich nicht gefühlt – ganz im Gegenteil.

Dass die Pensionsversicherung kategorische Ablehnungen vornimmt, zeige laut dem Verein „Chronisch krank“ die Tatsache, dass die Hälfte aller Verfahren für die Antragsteller gewonnen werde. Das bedeutet: „50% der negativen PVA-Gutachten sind schlichtweg falsch!

Dass so eine „Begutachtung“ kein vernünftiges Ergebnis hervorbringen kann, war mir sofort klar. Naja, erst einmal wieder ein Zusammenbruch, aus dem mir dann die Wut herausgeholfen hat.
Also habe ich das „Gutachten“, nach zwei schlaflosen Nächten, am 16. 10. per E-Mail von der PVA angefordert, da hat man ja ein Recht dazu….

Was ich dann bekommen habe, war nicht das „Gutachten“, sondern am 20. 10. eine Einladung zu einer weiteren Untersuchung in der PVA:
„Aufgrund der neurologisch-psychiatrischen Begutachtung (Was für eine Begutachtung, verdammt nochmal?) hat sich die Notwendigkeit der Durchführung einer psychodiagnostischen Untersuchung ergeben.“

Am 24. 10. nach der Schockstarre ein Anruf bei der PVA:
Auf die Frage nach dem Gutachten, wurde mir erklärt, es sei noch nicht verfügbar und nicht im System. Merkwürdig, nachdem sich die PVA bei ihrer Ladung ja genau auf dieses Gutachten bezogen hatte… Ich bekomme das Gutachten so schnell als möglich zugesendet, war das Versprechen.

Auf die Frage, warum ich nach dieser „Begutachtung“ noch eine Untersuchung brauche, war die Antwort: „Beschluss der Kommission“.

“Es gibt viele Arten zu töten. Man kann einem ein Messer in den Bauch stechen, einem das Brot entziehen, einen von einer Krankheit nicht heilen, einen in eine schlechte Wohnung stecken, einen durch Arbeit zu Tode schinden, einen zum Suizid treiben, einen in den Krieg führen usw. Nur weniges davon ist in unserem Staat verboten.” (Bertolt Brecht)

Weiter im zweiten Teil

Ein Einblick in die Thematik Berufsunfähigkeit. Wie rasch es einen selbst betreffen kann. Und wie unerbittlich, teils auch unmenschlich das „System“ zuschlagen kann. Ein Fachbeitrag in fünf Akten von Mag. Jürgen Ephraim Holzinger, Obmann des Vereins ChronischKrank® Österreich. 
Statistiken werden aufgrund von politischen Versprechen geschönt. Das Sozialministerium gibt aus, dass das Pensionsantrittsalter 2016 gestiegen ist und es weniger BU-PensionistInnen gibt …

In Wirklichkeit hat das Ministerium einfach die Personen, die derzeit Rehageld beziehen, aus der PensionistInnenstatistik herausgenommen, da diese ja nun von der Krankenversicherung ihr Rehageld erhalten und somit nicht mehr als PensionistInnen gelten! Sie erhalten also nicht mehr wie vor der Reform 2014 ihr Geld direkt vom Pensionsversicherungsträger. Mit dieser Schönung der Statistik hat man das politische Ziel „erreicht“, das Pensionsantrittsalter ist scheinbar gestiegen …

Die Pensionsversicherung bezahlt dem Krankenversicherer jedoch das an die Versicherten ausbezahlte Rehageld zurück. Somit hat sich also nur die Statistik geändert, nicht aber die auszahlende Stelle und nicht die Zahl der BU-Betroffenen. Das Gegenteil ist sogar der Fall: Die Zahl der BU-Betroffenen steigt von Jahr zu Jahr weiter an! 2015 waren über 18.500 Personen im Rehageldbezug, also berufsunfähig. Und das Pensionsantrittsalter ist nicht gestiegen, sondern gegenüber 2015 sogar auf 59,9 Jahre leicht gesunken!

Fakt ist, dass das zuständige Sozialministerium im Rahmen des letzten Pensionsgipfels 2016 massiven Handlungsbedarf im Wiederherstellungsprozess der Berufsunfähigen zugegeben hat. Durch die unruhige politische Lage lässt die Reform der Reform aber weiter auf sich warten …

Aus der Praxis / Teil 2 von 5
Meine Intervention bei der PVA und meine Verwunderung
(Ich bin Tom, 45 Jahre alt, Familienvater und Bezieher einer Berufsunfähigkeitspension, da ich unter Depressionen leide.)

Nachdem am 8.11. das dubiose Gutachten immer noch nicht aufgetaucht war, habe ich einen eingeschriebenen Brief geschickt.

So, die psychodiagnostische Untersuchung war dann am 16.11. Für mich ein Riesenaufwand, sowohl zeitlich, als auch psychisch. Zugfahrt, überfüllter Bahnhof, Großstadt – das ist für jemanden, der das Haus kaum verlässt, eine Tortur.

Die sogenannte psychodiagnostische Untersuchung sah so aus: Ich wurde vor einen PC gesetzt und musste etliche Male dasselbe Spiel spielen. Eine Strecke nachfahren – grüne Taste links, rote Taste rechts. Ein Computerspiel für Vorschulkinder? Danach eine halbe Stunde warten und dann sollte ich erzählen, wie es beim Gutachter war. Keine Frage über mein Befinden.

War der merkwürdige Test nur dazu da, um dem Gutachten von Dr. W. den Anschein von Professionalität zu geben? Bin ich selbst schuld, weil ich gleich Misstrauen gezeigt habe? Ich bin verunsichert.

Ja, es ist der 16.11. Am Ende des Monats läuft die Pension aus und ich habe immer noch keine Ahnung, was mit mir passiert. Die Situation ist unerträglich. Total ausgeliefert an Personen, die keine Ahnung von mir haben. Die Schreiben derer, die mich und meine Krankheit seit Jahren begleiten, haben scheinbar gar keinen Wert.

18.11., ein Schreiben von der PVA:
„Das Gutachten von Dr. W. wird erst nach Durchführung der psychodiagnostischen Untersuchung erstellt.“ Aha, die PVA bestellt ein Gutachten bei einem Arzt. Der bestellt dann ein Gutachten von der PVA, um ein Gutachten schreiben zu können. Irgendwas ist da merkwürdig …

Mal die Homepage von Dr. W. besucht. Dort steht: „Gutachterliche Tätigkeit als gerichtlich beeideter Sachverständiger und für die Pensionsversicherungsanstalt sowie BBRZ.“

Ja, sowas habe ich mir schon gedacht. Also scheinbar kein unabhängiger Gutachter. Gutachter erhalten ihre Zertifizierung von einem Verein der PVA (ÖBAK), erhalten ihre Aufträge und ihren Lohn von der PVA … – was soll man davon halten? Und ich frage mich: „Wie kann man es schaffen, als Gutachter für PVA, BBRZ und Gericht zu arbeiten und gleichzeitig eine Praxis zu betreiben und Oberarzt an einer Klinik zu sein?“ Nebenbei ist der Herr scheinbar auch noch als Referent unterwegs. Leidet da nicht die Qualität der Arbeit darunter?

„Erstellt ein Arzt neben seiner Haupttätigkeit noch zehn oder mehr Gutachten pro Monat, müssen diese zwangsläufig oberflächlich und auf dem Niveau von Willkürentscheidungen bleiben.“
(Andreas Broocks, Professor an den Helios-Kliniken Schwerin)

Und wenn Herr Dr. W. als Gutachter für PVA und Gericht arbeitet – hat sich da bei Gericht noch niemand Gedanken wegen Befangenheit gemacht?

Nur mehr 12 Tage bis zum Auslaufen der Pension. Immer noch nicht klar, ob ich zum Gericht muss, ob ich um Pensionsvorschuss ansuchen muss, wie es weitergeht …

Fortsetzung folgt …
Autor: Mag. Jürgen Ephraim Holzinger, Obmann des Vereins ChronischKrank® Österreich j.holzinger@chronischkrank.at 

 

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Geschrieben am: 7. November 2016
Author: Mag. Jürgen E. Holzinger
Schlagwörter:
Kategorien: IP und BU Neu für Alle Die Reform der Invaliditätspension

16 Kommentare zu “Berufsunfähigkeit – Reha- Ausbildungsgeld – Invaliditätspension 2014 bis jetzt

  • Hi zusammen!
    Mich haben sie auch von der Invaliditätspension Gekündigte! Ich habe Morbus Crohn und einen Gehirntumor (Astrozytom Grad 3) Mir wurde am 24.12.1997 ein Stück Dünndarm entfernt (ca. 110 cm) und seit sommer 2007 einen Gehirntumor irreparabel ( links Sprachzentrum). Bin zur Zeit beim AMS gemeldet! Die Verhandlung war ein Witz , ich bin nicht einmal gefragt worden und die Sache war in Zehn Minuten vorbei!Sie haben mir 7 Monate die Pension Rückvergütet! Das ist ein Witz!!!!
    Bin 45 Jahre
    LG Thomas

  • Th.J. sagt:

    Anlässlich des heuer von Bundeskanzler Kern ausgerufenen „Pensionshunderter“ habe ich als ehemaliger I-Pensionist, der ebenfalls durch den damaligen SPÖ „SOZIAL“-Minister Hundtstorfer 2013/14 auf medizinischen befristeten Rehabilitanten umgestellt wurde, bei der Volksanwaltschaft angefragt, ob dieser Pensionshunderter und die jährlichen Pensionserhöhungen eigentlich auch uns ehemalige I-Pensionisten die auf Rehabilitanten umgestellt wurden, betrifft. Die Volksanwaltschaft antwortete, daß diese Gruppe der Rehabilitanten (die neuen Rehabilitanten sowieso nicht) nicht von den ganzen Pensionserhöhungen oder Zusatzzahlungen betroffen sind, da sie rechtlich als Krankenständler gelten und das dieser Mißstand seit 2014 jedes Jahr im Jahresbericht der Volksanwaltschaft an das Parlament lautstark kritisiert wird und eine Änderung gefordert wird, da es dem Verschlechterungsverbotsgrundsatz widerspricht und dementsprechend verfassungswidrig ist.
    Das Parlament reagiert jedoch nie darauf, es kommt nicht einmal eine Antwort, das Beschwerdeschreiben der Volksanwaltschaft wird seit 2014 jährlich permanent schlichtweg vollkommen ignoriert. Die Volksanwaltschaft meinte auf meine Frage des Gerichtsweges, daß sie als Volksanwaltschaft nicht „als Erstklagende“ dagegen vorgehen können, sondern nur klagen können, wenn ein regulärer Anwalt samt Klient erfolglos bleibt. Zuständig wäre jedenfalls der Verfassungsgerichtshof. Wäre es daher nicht erstrebenswert, eine Sammelklage zu diesem Mißstand zu starten ? Die Anzahl der ehemaligen I-Pensionisten, die nun befristete Rehabilitanten sind, ist ja sehr groß und ich denke, jeder würde bei so einer Sammelklage mitmachen. Aufgrund der Anzahl wäre so eine Klage doch immens Werbewirksam für chronischkrank.at, denke ich.

  • Ing. Martin Payha sagt:

    Hallo zusammen. Mir haben sie nachdem ich seit 22 Jahren an Panikattacken, einer gemeralisierten Angststörung, Benzodiazepamabhängigkeit und schlimmsten Depressionen und bis vor 5 Jahren noch gearbeitet habe, jetzt nach 4 Jahren die Rehapension gestrichen. Dazu ist zu sagen, dass ich in der Zwischenzeit 2x in einer psychiatrischen Klinik war, einen Schlaganfall mit resultierender Epilepsie, einen Selbstmordversuch und zu guter Letzt noch alle 2 Wochen in die Wirbelsäule gespritzt werden muss ( hier steckt ein Sequestor tangential beim Rückenmark, nach einem Sturz ) um überhaupt vor lauter Schmerzen gehen zu können. Ach ja bevor ich es vergesse; dazu kommen noch ca 20Krankenhausbesuche in der Notaufnahme im Kh Hietzing im Jahr und insgesamt ca 9 Tabletten mehr am Tag. Und da sagt der Gutachter mein Gesundheitszustand hätte sich kalkülsrelevant soweit gebessert……blablabla. So gehts einem fast 50 jährigem nach 25 Versicherungsjahren. Momentan befind ich mich im freien Fall kurz bevor dem Aufschlag dank eines Gutachters.

    • Karl Heschl sagt:

      Das kenne ich mir gehts im Moment auch so !!

    • Emanuel C sagt:

      Hallo Martin,

      ich hoffe dir geht es bald besser ! Ich werde für dich beten 🙂
      Nur Jesus kann retten und Wunder tun, er liebt dich.

      LG Emanuel

    • Sandra sagt:

      Hallo, ja mir ging es ähnlich ich leide daran seit 37 Jahren…genauso haben sie es bei mir auch formuliert…ich drücke uns die Daumen das die Politik da endlich etwas macht das kann ja nicht so weitergehen…die machen uns nur noch Depressiver und drängen uns in die Panik als uns zu helfen.

  • Karl Heschl sagt:

    Hallo an ALLE Betroffenen
    Ich heiße Karl und komme aus der Ost-Steiermark und wohne jetzt in Hainburg an der Donau. Ich bin jetzt 52. Jahre alt und habe im Jahre 2014 das erste mal I – Pension bekommen ! Krankheitshalber ( Erschöpfungssyndrom, schwere Depression, Burnout ), danach wurde es leider in das Reha-Geld umgewandelt! ! Nach 2. Jahren wurde mir zugesichert hätte ich die Chance wieder die I-Pension / Pension zu erhalten.
    Im Jahre 2016 bin ich aus privaten Gründen nach Niederösterreich übersiedelt. Da musste ich dann nach Sankt Pölten zur PVA und was von da an abging spottet jeder Beschreibung ! Es begann reiner Psychoterror ( Gutachter usw. ) Durch diese Situation wurde ich auch sehr krank ! Ich begann mich zu verkrampfen und dadurch wurde meine Wirbelsäule geschädigt ( Bandscheiben Vorfall, 2- 3 Wirbel wurden instabil , Ärztlicher Befund AKH Wien ) Bin jetzt in Behandlung, inzwischen wurde mir der Gerichtstermin ( Berufung ) für das Zivilgericht Korneuburg zu geschickt auch die Gutachten waren dabei und was soll ich sagen , es gibt keine wirkliche Menschlichkeit ! Im Moment bin ich sehr ratlos wie es weiter gehen wird !! Ich bin psychisch sehr angeschlagen , auch mein Arzt kann sich diese Vorgehensweise der Behörden nicht erklären.
    Es ist wirklich bestürzend, bis zu Beginn meiner Krankheit hab ich fast 30. Jahre durchgehend gearbeitet ( vom 15. Lebensjahr bist zum 44. Lebensjahr ) !
    Es ist unglaublich wie wenig der Mensch dann zählt
    Karl

  • Mario sagt:

    Hallo ich bin von 2012-2014 in Invaliditätspension gewesen, mit 1.September 2014 Rehageld, bis heute, ich hatte am 16.10.2018 wieder eine Untersuchung bei der PVA, am 25.10.2018 Bescheid bekommen von der PVA, dass ich jetzt nochmals zu einer Nachuntersuchung muss am 8.11.2018. Habe eine Psychodiagnostische Untersuchung bei der wird meine Leistungsfähigkeit in verschiedenen Teilbereichen, wie z.B. Konzentration, Merkfähigkeit, Reaktion, Belastbarkeit, etc., festgestellt, diese dauert 3 Stunden, Stress pur ich geh schon so nicht mal außer Haus, eine reine tatur ist das! Man kommt nie zu Ruhe. Natürlich arbeitet diese Dame wo ich hin muss für die PVA und ich ahne wirklich nichts gutes!!! Es ist schon ein Zeichen das sie mich wieder zurück zum AMS schicken wollen und mein Gefühl sagt mir das auch, reine Show und viel Aufwand für nichts, ich hab natürlich auch bei der PVA angerufen warum und was! Weil ich schon seit 6 Jahren bei der PVA bin und mein Akt wurde gelöscht und dieser Akt jetzt bei der PVA in Klagenfurt liegt beim Chefarzt, so wurde es mir am Telefon gesagt, ich bin schon sehr angespannt und verzweifelt weil man nicht weiß wie es weiter geht,hat jemand erfahrung damit? Mfg

  • Wolfgang sagt:

    Also mir geht es genau wie Herrn Karl, bin von Linz nach NÖ gezogen und musste zur Nachuntersuchung zur PVA St. Pölten.
    Diese Untersuchung war eine Frechheit sondergleichen, die Neurologin war extrem unfreundlich hat mich nichts sagen lassen, das Wort wurde mir abgeschnitten. Ich musste mit den Fingern zur Nase fahren und die Reflexe an den Knien wurden untersucht auch auf Ferse-Zehenspitzen gehen musste ich das ich aber wegen den starken Senkfüßen nicht konnte. das war es nach 10 Min. und auf das hinauf wird einen alles genommen.
    Nach 6 Jahren befr.IP und 4 Reha Jahren wurde mir somit alles entzogen, es liege keine Invalidität vor. Habe von 2 Fachärzten(Psych. Neurologie) bestätigt das keine Arbeitsfähigkeit mehr absehbar ist, aber das wird alles nicht beachtet. Nun läuft die Klage, die Untersuchungstermine bei Psychologin und Orthopäde waren kurz hintereinander und jetzt nach 2 Monaten fällt denen noch ein das man ein Arbeitspsychologisches Gutachten noch benötigt. Also wieder einen sinnlosen 3 Stunden Test den sich die Ärzte sowieso so zurecht legen damit es für einen nicht gut aussieht. Ich glaube auch das gerade in St. Pölten alle Gutachter für die PVA arbeiten, das macht einfach schon der Eindruck das alle so neben der PVA ihre Praxis haben.
    Meine Verschlechterung von 5 auf 16 Bandscheibenvorfälle hat den Orthopäden nicht besonders beeindruckt, die Befunde hat er schön zusammen gelegt, nicht kopiert, zurück gegeben.
    Ich werde Psychisch immer mehr geschädigt und weis bald keinen Ausweg mehr auf dieser ungerechten Welt.
    Die Rechtsanwälte die für die Arbeiterkammer arbeiten, traue ich nicht, denn richtig einsetzten wollen sie sich nicht.
    Sogar beim AMS sagten sie nach durchsicht meiner Befunde, das sie nicht wissen was sie mit mir tun sollten, wenn die Klage nicht gut geht.
    Das ganze haben wir erstens mal den Minister Hundstorfer zu verdanken und das es jeden Arbeiter und uns Kranken hier jetzt immer weiter schlechter gehen wird, das haben wir unserer neuen Regierung mit den 2 Blau-Schwarzen Trotteln zu verdanken. Wählen geh ich nicht mehr, weil ich nicht mehr weis wem.

  • Claudia sagt:

    Hallo! Ich möchte hier auch kurz einen Beitrag schreiben und mein Erfahrungsbericht mit Ihnen teilen weil ich das System – wie wohl viele hier- als ungerecht empfinde. Meine Schwester (7 Jahre jünger) und ich haben die selbe Erkrankung (wirklich identisch), nur dass sie in Wien lebt und ich in OÖ. Ich bin um einiges älter und wir sind seit Jahren krank. Meine Schwester wurde (obwohl erst 37!) in die Berufsunfähigkeitspension geschickt und ich zittere jedes Jahr um die Verlängerung meines Reha-Geldes. Nun wird sie diesmal abgelehnt, wurde mir bei der PVA schon mitgeteilt. Ich will nicht klagen, weiß aber, dass ich es nicht schaffen werde berufstätig zu sein. Arbeitslos? Bin arbeitswillig aber nicht arbeitsfähig, kein Dienstgeber wird mich einstellen, jetzt werde ich als Arbeitslose auf das Verständnis meiner Betreuerin hoffen und diverse Kurse über mich ergehen lassen müssen (habe ein abgeschlossenes Studium) und benötige keine EDV-Kurse etc. Was ich weiters nicht verstehe, dass die Entscheidungen anscheinend vom Bundesland, Gutachter und seiner Tagesverfassung abhängen.

  • Oliver sagt:

    Eine sehr gute Freundin hat 2013 im Alter von 32 Jahren durch zu viel Badesalzkonsum eine Psychose bekommen. Seit Kindheit depressionen,ab c.a 13 Bulimie/Anoraxi sowie Angst/Panik Attacken.
    War auch Otto Wagner Spital wegen der Psychose und bis 2018 wöchentlich in Therapie.
    Ende 2018/Anfang 2019 verschlechterte sich alles wieder, nach kurzer Besserung. Arbeiten ging sie so gut wie nie und hat in ihrem erlernten Beruf, Elektro Anlagen Technikerin c.a 1 1/2 Jahre gearbeitet den sie kurz vor der Psychose über das AMS-BAZ gelernt hat. Dieses Jahr war sie mehr im KS als am AMS da jeder Stress zu Panik führt. Hat jeden Tag psychotische schübe bzw falsche Erinnerungen die Panik u Angst in ihr auslösen.Wgkk schickte sie vor paar Monaten zur PVA nachdem der Wgkk-Psychiater sowie behandelter Facharzt ArbeitsUnfähigkeit bescheinigten. Sie ist extrem vergesslich, hat seit 4 Monaten absolut keinen Antrieb mehr, schafft keinen Haushalt mehr, tagelang keine Körperpflege und oft nicht im Stande ihre Medikament zu besorgen oder einzukaufen..was alles ich erledige. Heute hat sie von ihrem Psychiater Überweisung im Spital bekommen und beim Heim kommen lag der Brief v PVA in der Post
    Der Antrag auf Reha-Geld wurde abgelehnt. Wie kann das bitte sein? Was soll sie bitte arbeiten wenn sie Sachen nach 2 Minuten vergessen hat, nicht konzentrieren kann und die schübe von einer Sekunde zur anderen kommen?
    Bei der Begutachtung bei der PVA war ich anwesend. Dem Typ dort haben keine Befunde interessiert die vor 2019 waren. Dabei steht in jedem seit 2017 das sie AU ist.
    Sie ist seit Mai 2019 krank geschrieben, davor immer längerer KS, zwischendurch kurze Zeit AMS und wieder KS.
    So…jetzt hat sie zusätzlich Panik kein Geld mehr zu bekommen. Morgen fährt sie Spital sich einweisen lassen, was ja auch Kohle kostet wenn man nicht Rezeptgebühr befreit ist.
    Ich verstehe diese Entscheidung von der PVA nicht..kenne 30 jährige die seit Jahren in Invaliden Pension sind aufgrund v Drogen und bei Begutachtung rumlügen aber jeden Tag Party machen und sich alles mögliche rein pfeifen und ein Mensch der nicht fähig ist die Wohung ohne Angst zu verlassen oder Termine einzuhalten, ohne 2 Nächte schlaflos zu sein aus Angst vor dem was passieren könnte wird abgewiesen? Die zerstören gerade eine Existenz

  • andreas fritzelas sagt:

    Meine Frau ist seit 5 Jahren an Burnout und den daraus resultierenden Folgen erkrankt und wurde von ihrem Arbeitgeber vor 2 Jahren gekündigt. Da sie in dieser Zeit einige Monate zu arbeiten versucht hat, aber nur mit 12 Stunden ist das Arbeitslosengeld gering und läuft demnächst aus. Der Antrag auf Pension wurde abgelehnt, der Gutachter war ein Witz. Nun läuft eine Klage. Der psychiatrische SV hat meiner Frau schon vor der Untersuchung gesagt, dass es viel schlimmere Fälle als ihren gibt. Auf drängen des RA wurde eine weitere SV aus dem Gebiet der Arbeitspsychologie bei gezogen, welche Bestätigte, dass meine Frau nicht arbeitsfähig ist. Das GA wurde vom ersten SV in einer Weise beurteilt, welche knapp an der Ehrenbeleidigung lag.
    Bei er Verhandlung ging die SV nicht von ihrer Meinung ab und plötzlich erklärte sie die Richterin „nur“ zur Hilfsgutachterin!!!! Beschwerden über den ersten SV ließ die Richterin nicht gelten. Diese eröffnete die Verhandlung schon mit den Worten : na da sind wir ja gleich fertig! Nach einer Stunde Verhandlung waren die Beteiligten über die Verzögerung grantig. Der SV erhielt von draußen mehrere „Besuche“ mit denen er diskutierte und lachte, sodass ich manchmal der Verhandlung nicht mehr folgen konnte. Der Vertreter der PVA packte seine Jause aus und gab ansonsten abfällige Bemerkungen über meiner Frau ab. Das alles war der Richterin egal….Bei der Überreichung der Kostennote durch die Frau SV meinte der PVA Vertreter, dass diese nicht akzeptiert wird, weil das pauschaliert wäre. Nachdem die SV darauf bestand meinte er, man werde die ganz genau prüfen. Meine Recherche im Internet hat dann erbracht, das missliebige SV von der PVA so lange hinsichtlich der Kosten schikaniert werden, bis sie nicht mehr für das Gericht arbeiten. Damit greift das Gericht faktisch nur auf SV zurück, welche der PVA wohl gesonnen sind und gewinnt fast alle Verfahren. NIEMAND KANN MIR ERKLÄREN; dass das die Richter nicht wissen. Für einen Rechtsstaat eine erschütternde Vorgangsweise, welche mit Gerechtigkeit NICHTS zu tun hat und gegen die man NICHTS tun kann…..

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