Freistellung der Corona-Hochrisikogruppe endet mit 30. Juni 2021!

Unser Obmann Mag. Jürgen E. Holzinger informiert.

Seit Beginn der Corona-Krise ist die Arbeits-Freistellung der Hochrisikogruppe ein brisantes Thema zwischen Arbeits- u. Gesundheitsministerium, wo auch nicht immer Einigkeit herrschte. Nun ist es aber fixiert: Die Freistellung der Corona-Hochrisikogruppe endet mit 30. Juni 2021. Auch das damit in Zusammenhang stehende Covid19-Risiko-Attest verliert nach diesem Tag seine Gültigkeit. Zugleich wurde jedoch eine Notbremse in Form einer Verordnungsermächtigung des Gesundheitsministers geschaffen. Es kann jederzeit – bspw. wenn sich die Infektionszahlen wieder massiv erhöhen würden – eine neue Freistellung implementiert werden, ohne einen vorhergehenden parlamentarischen Prozess, es reicht eine dem entsprechende Verordnung! Grund für diese Entscheidung war, dass das nationale Impfgremium der Meinung ist, dass sich bei Hochrisikopatient*innen ca. 14 Tage nach der zweiten Covid-Teilimpfung, genügend Impfschutz aufgebaut hat.

 

„Nach Rücksprache mit dem Kabinett von Gesundheitsminister Mückstein ist die Entscheidung über das Ende der Freistellung inkl. der vorhandenen Notbremse in Anbetracht der derzeitigen Infektionszahlen als durchaus gerechtfertigt zu betrachten. Zum Schutz der Hochrisikogruppe muss die Situation jedoch genauestens beobachtet und im Fall der Fälle auch schnellstmöglich reagiert werden. Dass es kein Konzept für einen Wiedereinstieg der freigestellten Corona-Hochrisikogruppe gibt, sondern diese „nur“ automatisch endet, sehe ich kritisch. Man hätte diese Möglichkeit zum Schutz der Betroffenen wohl besser nützen können“, so Obmann Jürgen E. Holzinger.

 

Geschrieben am: 8. Juni 2021
Author: Jakob
Schlagwörter:
Kategorien: Allgemeine Themen, Corona-Virus, Freistellung der Risikogruppe

6 Kommentare zu “Freistellung der Corona-Hochrisikogruppe endet mit 30. Juni 2021!

  • ortner günter sagt:

    Welche Regelung wird angewendet wenn sich ein Risikopatient nicht Impfen lassen will? Muß ein COPD Risikopatient eine Maske am Arbeitsplatz tragen?
    Mfg

    • Jakob sagt:

      Sehr geehrter Herr Ortner,
      Ab Ende der Freistellung wird es keine gesonderten Schutzmaßnahmen für ungeimpfte Hochrisikopatient*innen geben.

  • Eva Strebinger sagt:

    Was bringt mir eine freistellung wenn mein Chef sagt das wir eine einvernehmlich machen sollen da ich nicht mehr einsatzfähig bin für ihn.. Jetzt werde ich mein Job verlieren am 14.6.unterschreibe ich u Endeffekt ist es bei uns in Mariazellerland sehr schwierig ein Job zu bekommen mit 60 % Behinderung hat und mit der Lunge kämpft mit der Maske nicht arbeiten kann. Habe als Barleiterin urviel Geld bekommen. Man ist seelisch u psychisch fertig Geld weg Job weg Krankheit bleibt da ist man krank u wird bestraft auch noch……. Wo bleibt da die Gerechtigkeit und Schutz. Um eine Hilfe wäre ich sehr dankbar um eine Lösung zu finden. Liebe Grüße Eva-Maria

    • Jakob sagt:

      Sehr geehrte Frau Strebinger,
      Eine einvernehmliche Auflösung des Arbeitsverhältnisses müssen Sie nicht annehmen. Ich würde Ihnen raten, sich wegen Ihrem Termin am 14. 6.an die Arbeiterkammer zu wenden, da unser Verein erst am 14.6. wieder für Unterstützung verfügbar wäre. Sollten Sie danach noch unsere Unterstützung benötigen, können Sie uns gerne zu den Bürozeiten (Mo, Di, Do 8:30 – 16:00) unter 07223 / 8 26 67 kontaktieren.

      Mit freundlichen Grüßen
      Jakob Steininger vom Verein ChronischKrank Österreich

  • Maria Bollwein sagt:

    Was passiert wenn ich,auch nach der zweiten Impfung, keine Antikörper aufbaue? Ich bin 3x Nierentransplantiert. Endet trotzdem die Freistellung? Ich arbeite im Kindergarten.
    Lg
    Maria

    • Jakob sagt:

      Sehr geehrte Frau Bollwein,
      dei Freistellung endet generell mit 30. Juni für alle Hochrisiko-Patient*innen. Da zur Zeit niedrige Infektionszahlen vorherrschen, ist das Risiko einer Ansteckung am Arbeitsplatz relativ gering für Menschen, die sich nicht impfen lassen können oder bei denen die Impfung nicht anschlägt. Sollten die Fallzahlen wieder steigen, hat sich das Gesundheitsministerium die Möglichkeit einer erneuten Freistellung eingeräumt.

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