Unser Obmann im ORF-Interview zur Impfung der Hochrisikogruppe

Update: Hier nun das Video zum Nachsehen:

 


 

Am Dienstag, den 20. 04. 2021, war unser Obmann Mag. Jürgen Ephraim Holzinger in einem ORF „Aktuell Nach Eins“-Beitrag zu sehen! Zusammen mit einem unserer Mitglieder, einer betroffenen COVID19-Hochrisikoperson die noch keine Impfung erhalten hat, nahmen die beiden Stellung zur Impfsituation in Österreich.

„Chronisch Kranke werden mit Ihrer Situation betreffend die COVID-Impfung vielfach alleine gelassen oder im Kreis herum gereicht. Die Impf-Hotlines sind komplett überlastet und so bleiben Fragen zu Vorerkrankungen und der Tauglichkeit der unterschiedlichen Impfstoffe für die Hochrisikogruppe zumeist unbeantwortet. Das steigert die Angst bei den Menschen. Hier sind auch die behandelnden Ärzte aufgefordert, Ängste zu nehmen und Aufklärung zu betreiben“, so Obmann Jürgen E. Holzinger.

Am Beginn der Impfungen gab es mehrere Anlaufschwierigkeiten und vor allem chronisch Kranke bzw. Menschen mit diversen Vorerkrankungen wurden nur wenig berücksichtigt bzw. deren gesundheitliche Situation. Mittlerweile hat sich die Situation gebessert, jedoch ist die unterschiedliche Handhabung der Impfungen in den Bundesländern äußerst schwierig und dies sorgt vielfach für Unverständnis und zugleich Ängste. Viele Betroffene fühlen sich nach der Anmeldung alleine gelassen. Vor allem aus den Bundesländern Steiermark und Wien bekommen wir viele Beschwerden. Es gibt zudem kaum Auskünfte, welcher Impfstoff mit welcher Vorerkrankung geeignet ist. Auch die Ärzteschaft hält sich in diesem Bereich sehr zurück und bei der Impfhotline sind Wartezeiten von bis zu mehreren Stunden möglich.

Personen höheren Alters sowie Personen mit Vorerkrankungen werden aktuell vorrangig zur Impfung eingeladen. Dies erfolgt einerseits über eine Reihe an externen Kommunikationsmaßnahmen, andererseits über die Ärzteschaft und die Sozialversicherung, wo ja entsprechende Daten vorhanden sind. Leider erhalten wir auch oft die Rückmeldung, dass eine Anmeldung über den Arbeitgeber schneller geht, als wenn man sich als Hochrisikopatient registriert oder auch, dass diverse Berufsgruppen vorgereiht werden und das ohne jegliche Begründung.

Die aktuellen Impfzahlen rund um die Entwicklung der Impfung finden sich auf der Website des MMSGPK, die Zahl der bereits geimpften Risikopatienten bzw. chronisch Kranken kann aus den Eintragungen im E-Impfpass (= erfolgten Impfungen) jedoch nicht herausgelesen werden, da die Eintragung der Corona-Schutzimpfung im E-Impfpass nicht mit weiteren Gesundheitsdaten verknüpft wird.

Unter den noch nicht geimpften Risikopatienten gibt es aktuell zwei Szenarien:

  • Alle Risikogruppen älter als 65 Jahre werden ohnehin prioritär geimpft und brauchen daher für die Impfanmeldung kein Attest.
  • Risikogruppen <65 Jahre sollten bereits im vergangenen Jahr ein Risiko-Gruppen Attest gem. COVID-19-Risikogruppe-Verordnung erhalten haben. Entweder kann dieses Bestätigung zur Anmeldung verwenden werden oder die Personen holen sich eine entsprechende Bestätigung gratis vom Arzt.

Beziehungsweise erfolgt dieser Tage ein Schreiben der SV, welches mit Stichtag 1. April 2021 alle Personen adressiert, die unter die Vorgaben fallen. Daher werden da auch alle Personen, welche letztes Jahr noch nicht unter die Risikogruppen-VO gefallen sind, mitadressiert. Insgesamt kann man sagen, dass die Impfung für chronisch Kranke  überlebenswichtig ist, da durch die diversen Vorerkrankungen zumeist von einem schweren COVID-Krankheitsverlauf auszugehen ist. Für die Zukunft muss auch Berücksichtigung finden, dass nicht jeder Impfstoff für Menschen mit unterschiedlichen Vorerkrankungen geeignet ist bzw. muss dahingehend mehr Aufklärung geboten sein.

Im unserem Vereinsalltag machen wir häufig die Erfahrung, dass Betroffene der Hochrisikogruppe vielfach im Kreis geschickt werden und sich schlussendlich verunsichert und enttäuscht an unseren Verein wenden.

Der TV-Beitrag kann in der ORF TVThek unter folgendem Link nachgesehen werden: https://tvthek.orf.at/profile/Aktuell-nach-eins/13887636/Aktuell-nach-eins/14089516/Steiniger-Weg-fuer-Hochrisikopatientin/14903810

 

Wenn Ihr auch Fragen habt, oder eure Erfahrungen teilen wollt, schreibt uns eine Mail an corona@chronischkrank.at!

Geschrieben am: 19. April 2021
Author: Jakob
Schlagwörter:
Kategorien: Corona-Virus, TV-Beiträge mit ChronischKrank®

Ein Kommentar zu “Unser Obmann im ORF-Interview zur Impfung der Hochrisikogruppe

  • Gabriele Chhina sagt:

    Also mir ging es genauso ich bin seit Ende 2017 Krebspatientin in der ach so tollen Rehabilitation ausser das es Finanziell ein Horror ist und man sich überall wie ein Bittsteller vorkommt habe ich von der Ögk kein schreiben bekommen ich komme am Freitag zur ersten Impfung aber nur weil ich mich selbst gekümmert habe! Finde den Ferein echt

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