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Definition chronisch & akut / Gesundheit & Krankheit

 

Chronische Erkrankung: Krankheit wird durch die lang andauernde Überlastung der körperlichen, psychischen und sozialen Anpassungskräfte eines Menschen ausgelöst und schlägt sich zum Beispiel in Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Erkrankungen der inneren Organe, Krebskrankheiten, Atemwegs-, Haut- und Stoffwechselerkrankungen oder psychischen Krankheiten nieder, dann wird sie als chronische Krankheit bezeichnet, die oft lebenslang bestehen bleibt. (vgl. Hurrelmann 2006: 19f)

 

Wobei anzumerken ist, dass jede chronische Erkrankung auch im Anfangsstadium als akut bezeichnet wird.

 

Akute Erkrankung: Ist eine Krankheit durch mikrobiologische Erreger wie Bakterien oder Viren ausgelöst und führt zu Infektionskrankheiten, wird sie als akute Krankheit bezeichnet. Der Begriff „akut“ soll deutlich machen, dass diese Krankheiten nur vorübergehend auftreten und nach dem Auslöschen der Erreger meist vollständig beseitigt sind. (vgl. Hurrelmann 2006: 19f)

 

Anzumerken ist hier, dass aber sehr wohl akute Erkrankung chronisch werden kann.

 

Gesundheit: Ist das Stadium des Gleichgewichtes von Risikofaktoren und Schutzfaktoren, das eintritt, wenn einem Menschen eine Bewältigung sowohl der inneren (körperlichen und psychischen) als auch äußeren (sozialen und materiellen) Anforderungen gelingt. Gesundheit ist ein Stadium, das einem Menschen Wohlbefinden und Lebensfreude vermittelt.

 

Krankheit: Ist das Stadium des Ungleichgewichtes von Risiko- und Schutzfaktoren, das eintritt, wenn einem Menschen eine Bewältigung von innen (körperlichen und psychischen) und äußeren (sozialen und materiellen) Anforderungen nicht gelingt. Krankheit ist ein Stadium, das einem Menschen eine Beeinträchtigung seines Wohlbefindens und seiner Lebensfreude vermittelt. (vgl. Hurrelmann 2006)

 

Ziel und Anlass medizinischen Handelns werden durch „Gesundheit und „Krankheit“ benannt.

 

„Gesundheit“ als teleologische „Krankheit“ als legitimatorische Kategorie. Beide Begriffe lassen sich aber nicht rein medizinisch definieren und unterliegen kulturellen und geschichtlichen Veränderungen. Auch differiert die Sicht, die PatientInnen und ÄrztInnen von Krankheit und Gesundheit haben (illness/disease).

R. Smith definiert Nicht-Krankheiten als „ein(en) menschliche(n) Vorgang oder ein Problem, das von manchen als Erkrankung beurteilt wird, obwohl es für die Betroffenen von Vorteil sein könnte, wenn dies nicht der Fall wäre“.

Beispiele für Nicht-Krankheiten: Altem, Haarausfall, Menopause;

(vgl. Smith R. 2002: In search of „non-disease“, British Medical Journal 342, S. 883-885)

 

Behinderung (disabilities) und Nicht-Behinderung

Beispiel: Gehörlosigkeit

Disability-Emanzipations-Bewegung: Gehörlosigkeit ist keine Behinderung, sondern eine besondere Form menschlicher Kultur.

„Behindert ist man nicht, behindert wird man“:

Behinderung ist wie Krankheit eine soziale Konstruktion.

 

Das neue Konzept der individuellen Medizin:

Das passende Medikament/die passende Therapie für das passende Individuum.

 

2/3 Aller über 15 jährigen sind betroffen, dies zeigte die „Österreichischen Gesundheitsbefragung Statistik Austria 2006/07“



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