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Urtikaria Österreich

Was ist Urtikaria (Nesselsucht) und wer ist betroffen?

Urtikaria ist eine häufige Erkrankung. 25% aller Menschen sind einmal im Leben von einer Urtikaria betroffen. Diese tritt bei Erwachsenen betroffenen vermehrt bei Frauen auf. Bei chronischer Urtikaria liegt das Verhältnis bei etwa 2:1. Häufig ist die Gruppe der 20-40 Jährigen betroffen, wobei die Urtikaria prinzipiell in jedem Lebensalter vorkommen kann. Urtikaria verursacht nicht nur eine Einschränkung der Lebensqualität, sondern beeinflusst auch die Leistungsfähigkeit bei der Arbeit und in der Schule.

Ursachen und Ausprägung sind unterschiedlich. Das Spektrum reicht von kurz dauernden, leichten Beschwerden bis zu jahrelanger ständiger Qual und von klaren Auslösern bis zu Fällen, in denen die Ursache nie gefunden wird. Auch sind die Grenzen zu anderen Krankheiten nicht immer leicht zu ziehen.

Akute spontane Urtikaria

Bei einer akuten spontanen Urtikaria treten mit Hautrötungen und Quaddeln die typischen Nesselausschlagbeschwerden auf. Die Quaddeln mit gehen mit Juckreiz und manchmal auch mit Brennen und Schmerzhaftigkeit der Haut einher. Bei manchen Patienten kommt es außerdem zum Auftreten von Angioödemen (tiefe Hautschwellungen). Eine schwere akute spontane Urtikaria kann auch mit Fieber, Kopfschmerzen, Durchfall, Atem- und Schluckbeschwerden, Gelenkbeschwerden und Müdigkeit/Abgeschlagenheit eihergehen.

Auslöser: Auslöser sind sehr oft Infekte wie Erkältungen. Bei Erwachsenen können auch bestimmte Medikamente, besonders fiebersenkende Schmerzmittel, Antibiotika und Herz- und Bluthockdruckmittel einen Schub hervorrufen. Auch manche Allergien, zum Beispiel Nahrungsmittelallergien, können die Symptome einer Urtikaria auslösen, wobei dies allerdings dann streng genommen keine Urtikaria im eigentlichen Sinne ist. Fast nie sind Waschmittel oder Körperpflegeprodukte Auslöser einer akuten Urtikaria.

Therapie: Die Therapie besteht aus Antihistaminika, und zwar jenen der neuen Generation, den sogenannten nicht-sedierenden, d.h. nicht schläfrig machenden, Antihistaminika. Antihistaminika auch H1-Blocker genannt – sind Medikamente, die die Wirkung des Histamins eindämmern, in dem sie sich an die für das Histamin vorgesehenen Rezeptoren setzen und diese blockieren. Die Zelle, die den Rezeptor trägt (z.B. eine Nervenzelle), empfängt so nicht die Signale des Histamins und reagiert daher auch nicht. Die Bindung hält allerdings nicht ewig. Daher müssen diese Medikamente immer wieder genommen werden. Wenn die Urtikaria nicht verschwindet oder immer wieder kommt, werden Arzt und Patient nach ein paar Wochen eine vertiefende Diagnose beginnen. Wenn eine Akute Urtikaria schwer verläuft und z. B. mit Angioödemen, Schluckbeschwerden oder Atemnot einhergeht, kommen auch andere Medikamente zum Einsatz. Natürlich sollten vermutete Auslöser, soweit dies möglich ist, in Zukunft gemieden werden.

 

Therapie-Guidelines bei Urtikaria

Die Therapie mit Medikamenten sieht bei allen chronischen Urtikariaformen gleich aus. Nach dem dreistufigen Schema werden zuerst Antihistaminika, die den Wirkungen des Histamins entgegenwirken, verwendet. Und zwar in jener Dosis, die auch für Allergiker üblich ist. Wirkt diese Therapie nicht, kann die Dosis wesentlich höher verordnet werden. Bis zum vierfachen dessen, was in der Packungsbeilage als übliche Dosis angegeben wird. Gefährlich ist das nicht, wenn der Arzt eine entsprechende Verordnung gibt. Allerdings führen die hohen Dosen bei manchen Menschen zu Müdigkeit oder Schläfrigkeit.


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